Kommt man in Hamburg oder Schleswig-Holstein auf die Insel Pellworm zu sprechen, hört man außergewöhnlich oft: »Da wollte ich auch immer schon mal hin.« Irgendetwas kommt offenbar ständig dazwischen. Vielleicht Sylt, Amrum oder Föhr, die anderen drei nordfriesischen Inseln oder weitere Tourismusmagneten mit St®andortvorteil. Denn: es gibt keine Sandstrände auf Pellworm. Über Jahrzehnte segelte die Insel daher unter dem Radar. Nun, da es ein wenig aus der Mode geraten. ist, ganze Urlaube eingeölt in der Sonne zu braten und die Gruppe derjenigen wächst, die es auf Reisen ruhig, authentisch und natürlich mögen, sieht die Sache auf einmal anders aus. Denn: Tourismus wird auf Pellworm sanft und gleichzeitig gästeorientiert gedacht – eine Kombi, die erstaunlich vielen Tourismusverantwortlichen in Schleswig-Holstein vollkommen fremd ist. Pellworm: Stippvisite, Ausflugstag, Kurzurlaub Etliche Tourismusverantwortliche in Schleswig-Holstein finden zum Beispiel Nationalparks richtig schlecht, Übertourismus hingegen richtig gut. Und auf Pellworm ist es eben anders herum. Man ist ja auch stolz mitten im UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer zu liegen und setzt schon seit den 1980ern auf erneuerbare Energien. ...